In den ersten Tagen nach einem Todesfall geschieht oft vieles gleichzeitig. Angehörige müssen Entscheidungen treffen, Dokumente zusammensuchen, Gespräche führen und den Abschied planen. Einige Menschen beschreiben diese Zeit später als einen Zustand des Funktionierens. Oft bleibt kaum Raum, wirklich zu begreifen, was eigentlich geschehen ist.
Und dann, irgendwann, kehrt langsam Ruhe ein.
Die Trauerfeier ist vorbei. Die Besucher gehen nach Hause. Das Telefon klingelt seltener.
Der Alltag beginnt zurückzukehren und genau dann entsteht häufig eine neue, ungewohnte Stille. Eine Stille, in der plötzlich bewusst wird, was fehlt.
Oft sind es dabei nicht die großen Momente, die den Verlust spürbar machen, sondern vielmehr die kleinen: Der leere Platz am Esstisch. Eine Gewohnheit, die geblieben ist. Ein Lied im Radio. Eine Neuigkeit, die man instinktiv noch erzählen möchte.
Und vielleicht gehört genau das zum Abschiednehmen dazu: nicht nur das Organisieren eines letzten Weges, sondern auch das langsame Verstehen, dass ein Mensch im eigenen Leben fehlen wird und gleichzeitig auf andere Weise bleibt. In Erinnerungen und den kleinen Spuren, die ein Leben hinterlässt.
Ihr Andreas Becker mit Team vom Bestattungshaus Regenbogen
