Wenn ein Mensch einen Verlust erlebt, bleibt dieser Schmerz nicht einfach vor der Bürotür zurück. Kolleginnen und Kollegen, Vorgesetzte und Teams stehen dann oft vor der Herausforderung, wie sie angemessen reagieren können.
Denn Trauer bleibt im beruflichen Alltag häufig unsichtbar. Betroffene funktionieren weiter, obwohl innerlich vieles anders ist. Umso wichtiger ist eine Arbeitskultur, die nicht erwartet, dass die Trauer schnell vorübergeht. Besonders hilfreich kann es sein, Unterstützung ganz konkret anzubieten: einzelne Aufgaben abzunehmen, bei Terminen zu entlasten oder gemeinsam zu schauen, was gerade gebraucht wird. Flexible Arbeitszeiten, Verständnis für Konzentrationsschwierigkeiten oder kurze Auszeiten können ebenfalls helfen. Gleichzeitig braucht nicht jeder Mensch dasselbe: Manche möchten sprechen, andere lieber in Ruhe arbeiten.
Kommt es zu einem Sterbefall im eigenen Arbeitsumfeld, kann das gemeinsame Erinnern guttun, z.B. durch das Aufstellen eines Fotos, einer Kerze oder eines Kondolenzbuchs.
Wo Mitgefühl, Geduld und Offenheit Platz haben, entsteht ein Arbeitsumfeld, in dem Menschen nicht nur als Arbeitskräfte gesehen werden, sondern auch Trauer ihren Raum haben darf.
Ihr Andreas Becker mit Team vom Bestattungshaus Regenbogen
